Ich bin vierfach Mama.
Ich bin seit 11 Jahren chronisch krank.
Von außen sieht man das oft nicht.
Weil ich funktioniere.
Ich kümmere mich.
Bin da.
Wie es hinter meiner Fassade aussieht? Selbst einfachste Aufgaben kosten mitunter viel Kraft, Nerven und Energie.
Manchmal fehlt mir morgens schon die Kraft, die kleinen Wirbelstürme zu bändigen. Der Kopf voll mit Aufgaben, der Körper schreit nach mehr Schlaf – oder überhaupt Schlaf. Tage, an denen ich weiß: heute wird hart.
Trotzdem warten die Kinder.
Essen. Bespaßen. Begleitet.
Der Haushalt ruft.
Wäscheberge. Staub. Sand.
Pausen?
Gibt es nicht.
Das Leben akzeptiert keine Krankschreibung.
Ich will eine gute Mama sein.
Präsent. Liebevoll. Geduldig.
Ich will einer Arbeit nachgehen.
Gewissenhaft. Produktiv.
Ein Vorbild für meine Kinder.
Und gleichzeitig bin ich oft einfach nur erschöpft.
Ich sitze dann einfach nur da.
Nicht, weil ich nicht will.
Sondern, weil mein Körper, meine Multiple Sklerose mir Grenzen setzen.
Viele sehen nur das Chaos.
Die abgesagten oder verpassten Termine.
Die Unordnung und die seltenen Besuche auf dem Spielplatz.
Was sie nicht sehen, sind die Hürden, die Schmerzen.
Und die Gedanken, dass ich nicht genug bin, weil ich nicht kann wie andere.
Trotzdem funktioniere ich.
Kennst du das auch?
Dann merke dir: du bist nicht allein.
Und wenn du das nicht kennst:
Vielleicht verstehst du jetzt mehr.